Einweihung des Götschelehofs am 20. Februar

Am 20. Februar fand die feierliche Einweihung des Götschelehofs in Milland/Brixen statt. An der Einweihung nahmen neben Bürgermeister Andreas Jungmann zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte sowie namhafte Vertreter aus Politik und Sozialwesen teil. Unter ihnen waren Landesrat Peter Brunner, der Präsident des Öffentlichen Betriebs für Pflege- und Betreuungsdienste „Zum Heiligen Geist“, Hansjörg Bergmeister, Vizepräsident Roberto Spazzini sowie Walter Baumgartner, Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, die gemeinsam für die zweite Führungsstruktur des Projekts verantwortlich ist.

Der Götschelehof bietet seit Mitte Januar acht Wohnungen für betreutes und begleitetes Wohnen für Senioren, die vom Öffentlichen Betrieb für Pflege- und Betreuungsdienste “ Zum Heiligen Geist” verwaltet werden. Im Laufe des Jahres werden auch zwei Wohnungen für junge Menschen mit Beeinträchtigungen vergeben werden. Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal wird im Rahmen eines Projektes der Mitgestaltung  die Führung dieser zwei Wohnungen voraussichtlich noch innerhalb des Jahres vergeben. Bei der Einweihung waren auch Vertreter der Seniorenclubs, des Arbeitskreises Eltern Behinderter, Architekt Wolfgang Meraner und die beteiligten Baufirmen anwesend.

Ein besonderer Moment der Feierlichkeit war die Rückkehr zweier historischer Gegenstände an ihren angestammten Platz: Eine Madonnenstatue und eine Skizzierung des alten Götschelehofs, die einst von einem Mitarbeiter der Gemeinde gerettet und bewahrt wurden. Bürgermeister Jungmann brachte sie persönlich zurück und freute sich, im neuen Haus auch ein Erinnerungsstück an Frau Obexer wiederzufinden.

In seiner Ansprache hob Bürgermeister Andreas Jungmann die Innovationskraft dieses Wohnmodells hervor: "Ganz im Sinne von Maria Obexer, ist es uns am Ende gelungen, den Gemeinschaftsgedanken umzusetzen. Die Gemeinde hat das Konzept für dieses Haus nicht alleine, sondern gemeinsam mit dem Öffentlichen Betrieb für Pflege- und Betreuungsdienste „Zum Heiligen Geist“ sowie den Verantwortlichen der Bezirksgemeinschaft Eisacktal und dem Arbeitskreis Eltern Behinderter ausgearbeitet. Darin werden die Bedürfnisse von Senioren und jungen Menschen mit Beeinträchtigungen gleichermaßen berücksichtigt, und es wird ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, was unsere Gemeinschaft weiter stärkt.”

Der Götschelehof geht auf das Vermächtnis von Maria Obexer zurück, die das Anwesen 2010 mit dem Wunsch an die Gemeinde Brixen übergab, es für „ein Heim für behinderte Kinder oder alte Menschen“ zu nutzen. Zusätzlich hinterließ sie eine Geldsumme von 600.000 Euro. Nach einer Einigung mit den Erben wurde 2020 mit der Planung begonnen, 2022 erfolgte die Grundsteinlegung.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,07 Millionen Euro. Davon hat das Land 1,43 Millionen Euro übernommen , aus dem Erbe stammen 580.000 Euro. 609.000 Euro kommen aus dem Vergleich nach einem Rechtsstreit mit Angehörigen. Die Gemeinde schießt 450.000 Euro Eigenmittel zu.

Zitat Landesrat Peter Brunner: „Der damaligen Grundsteinlegung ging eine intensive Zeit der Vorbereitung voran. Auch deshalb wünsche ich den Bewohnerinnen und Bewohnern, dass sie dieses Gemeinschaftsprojekt mit Leben füllen und sich wohlfühlen.“

Zitat Hansjörg Bergmeister: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür Sorge tragen, dass der Götschelehof nicht nur ein neues Zuhause für unsere Seniorinnen/Senioren darstellt, sondern auch ein Ort wird, an dem Respekt, Wertschätzung und Liebe im Vordergrund stehen."

Zitat Walter Baumgartner: „Der Götschelehof ist ein Ort der Inklusion und Autonomie, wo junge Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen können – gemeinsam für eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft.“